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Was man so trug

Was wurde im Mittelalter getragen ?

 

 

Surcot


Überrock, der über der cotte getragen werden kann. Er ist ebenfalls knöchellang und unterscheidet sich in der Farbe von der cotte. Er besteht aus Wolle (bevorzugt einem gewalkten Streichgarn, Köper- oder Leinwandbindung) oder Seide. Das Kleidungsstück wird mit farblich kontrastierendem Leinen, Seide oder Feh gefüttert. Die Länge der Ärmel kann variieren: halblang, dreiviertel, lang oder ärmellos. Ärmel können weit oder eng geschnitten sein. Rundhals- oder V-Auschnitt. Der Halsausschnitt (evt. auch Ärmel) wird mit einer bestickten Seidenborte farblich abgesetzt. Der Rocksaum bleibt unverziert. Gehren bilden einen weiten Rock. Der Surcot sollte einfarbig sein und kann mit einem oder zwei Reitschlitzen versehen werden. 

 

Halbkreismantel (Tasselmantel)


Der Mantel besteht aus Wolle oder Seide. Er wird mit farblich kontrastierender Seide oder Feh gefüttert. Tasselscheiben und ein Band verschließen ihn über der Brust.

 

Bundhaube  

Die Bundhaube besteht zumeist aus gebleichtem Leinen. Andere Farben sind ausgesprochen selten.

 

Schuhe

Wendegenähte Halbschuhe aus feinem Leder. Sie werden entweder mit Schnallen, Knebeln oder Bändern verschlossen.

 

Accessoires

 

Schap(p)el

Das Schapel ist ein kranzförmiger Kopfschmuck aus Blumen, goldbestickten Bändern und/oder Metall, das von jungen Männern zum offenen Haar getragen wird.

Der Almosenbeutel 

hängt von einem dafür vorgesehenem Bügel am Gürtel herab. Er besteht aus bestickter Seide und ist mit Leinen gefüttert.

 

Essmesser

Das einschneidige Essmesser hängt in einem Futteral gemeinsam mit dem Almosenbeutel vom Gürtel herab.

Gürteltasche

Eine halbkreisförmige, verzierte Gürteltasche aus Leder kann getragen werden, allerdings niemals gemeinsam mit dem Almosenbeutel.

Nierendolch 

Der Nierendolch wird hinter die Gürteltasche gesteckt.

 

Der Fürspan

verschließt einen Halsschlitz, sofern er nicht geknöpft wird verschiedener Form können getragen werden (siehe Codex Manesse).

 

Pelze 

Pelze wurden reichlich getragen. Der Niederadel beschränkt sich eher auf einheimische Tiere wie rotes Eichhörnchen, Fuchs, Marder, Hase und Wiesel. Der Hochadel bevorzugt ausländische Pelze wie Zobel, Hermelin und Feh.

 

Farben

Gestreifte oder mehrfarbige Kleider kennzeichnen zumeist soziale Randgruppen und sollten deswegen vermieden werden. 

 

Hosen (Strümpfe)

Knielange Strümpfe, die unter dem Knie von einem Band gehalten werden. Sie werden aus feiner Wolle (bevorzugt Köperbindung) gefertigt und können mit einer Laufsohle aus Leder unterlegt werden. Das Paar sollte einfarbig sein.

 

Hemd 

Ein Unterhemd aus feinem, gebleichten Leinen oder Seide (Köper- oder Leinwandbindung). Es sollte knöchellang sein. Mit Gehren kann es zum Saum hin erweitert werden.

 

bruoche

 

Die mittelalterliche Unterhose war eine etwa knielange Hose aus Leinen.
 

Hosen (Beinlinge) 

 

Knie- bis oberschenkellange Beinlinge mit Füßlingen oder Steg. Sie werden aus Wolle (bevorzugt Köperbindung) oder Leinen gefertigt.